Impfung Hund & Katze

Die Impfung ist die wichtigste Maßnahme, unsere Haustiere wirkungsvoll vor Infektionskrankheiten zu schützen. Eine vollständige Grundimmunisierung ist dabei die Voraussetzung für einen optimalen Schutz des Einzeltieres. Alle auf dem Markt befindlichen Impfstoffe bedürfen einer Zulassung durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das die Wirksamkeit und vor allem die Unschädlichkeit sowie Verträglichkeit und Sicherheit eines jeden Impfstoffs prüft. Daher sind unerwünschte Nebenwirkungen wie Schwellungen an der Injektionsstelle, Fieber und Apathie bei Hunden und Katzen sehr selten.

Die wissenschaftlichen Mitglieder der Ständigen Impfkommission Vet. (StIKo Vet.) sprechen Empfehlungen bezüglich der Impfhäufigkeit aus. Diese Empfehlungen entsprechen dem aktuellen Kenntnisstand über bestimmte Infektionskrankheiten bei Hund und Katze und deren Prophylaxe und werden regelmäßig überarbeitet und aktualisiert. So raten die Experten der StIKo Vet. mittlerweile, Welpen im Alter von 8, 12 und 16 Wochen zu grundimmunisieren, da es aufgrund maternaler Antikörper, die die Welpen von ihrer Mutter im Blut hatten und die einen wirksamen Impfschutz verhinderten, immer wieder zu Krankheitsausbrüchen bei Tieren kam, die nur zweimal im Abstand von 4 Wochen grundimmunisiert wurden. Danach sollte nach einem Jahr erneut geimpft werden und dann je nach Infektionskrankheit alle 12 Monate bis 3 Jahre. Lässt man zuviel Zeit zwischen 2 Impfungen verstreichen, so sollte man sein Tier neu grundimmunisieren lassen, um wieder einen wirksamen Impfschutz zu erreichen.

 

Eine besonders wichtige Erkrankung, vor der man seinen Hund unbedingt durch eine Impfung schützen sollte, ist die Leptospirose. Leptospiren sind Bakterien (Spirochaeten), die zu einer Schädigung der Leber und der Niere führen und zudem auf den Menschen übertragen werden können. Mit Leptospiren infizieren sich Hunde vor allem durch Baden in stehenden und fließenden Gewässern, Trinken aus Pfützen oder durch die Aufnahme von Rattenurin, da Leptospiren mit dem Urin ausgeschieden werden. Die aktuellen Impfstoffe schützen nicht nur vor einer Infektion, sondern vermindern bzw. verhindern die Ausscheidung von Leptospiren im Urin und schützen somit auch uns als Besitzer und andere Hunde vor einer Infektion. Da es sehr viele verschiedene Serovare an Leptospiren gibt und alte Impfstoffe nur gegen einen Teil schützten, gibt es in naher Zukunft einen Impfstoff, der gegen die meisten, bei uns vorkommenden Leptospiren schützt. Dieser Nachteil ist, dass der Impfstoff allerdings, um einen wirksamen Impfschutz zu erreichen, neu grundimmunisiert, d.h. zweimal im Abstand von 4 Wochen geimpft werden muss. Danach reicht eine jährliche Auffrischungsimpfung aus. Bei Hunden, die sehr gerne und ausführlich baden, rät die StIKo Vet. sogar zu einer halbjährlichen Auffrischungsimpfung.

 

Gegen die Leishmaniose gibt es mittlerweile auch einen Impfstoff. Näheres zur Leishmaniose erfahren Sie im Kapitel "Mit Hund und Katze auf Reisen". Es empfiehlt sich, Hunde, die in Gebiete mitreisen, in welchen sie Leishmaniose vorkommt, gegen diese schlimme und unheilbare Infektionskrankheit zu impfen. Denn ist ein Hund erst einmal an Leishmaniose erkrankt, so gibt es keine Heilung und man kann nur die klinischen Symptome durch eine lebenslange Therapie lindern. Das Auftragen von Medikamenten oder das Tragen von Halsbändern gegen Stechmücken, die die Leishmaniose übertragen, ist trotz Impfung unerlässlich, da die Impfung keinen 100%igen Schutz bieten kann.

 

Für weitere Fragen zur optimalen Impfung Ihres Haustieres stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung!



Impfung Kaninchen

Auch Kaninchen kann man durch eine Impfung gegen die Kaninchenseuche und Myxomatose, zwei lebensbedrohliche Infektionskrankheiten, schützen. Je nach verwendetem Impfstoff werden Kaninchen einmal im Alter von 5 Wochen und dann jährlich oder 2x im Abstand von 4 Wochen und dann halbjährlich bzw. jährlich geimpft. Bei dem Impfstoff, den wir verwenden, ist eine Impfung im Alter von 5 Wochen und dann eine jährliche Auffrischungsimpfung ausreichend. Myxomatose ist eine den Pocken ähnliche Erkrankung, die vor allem über Stechmücken und Flöhe übertragen wird. Zudem kann das Virus über Frischfutter wie Gras oder Löwenzahn aufgenommen werden. Charakteristisch sind für die Myxomatose Schwellungen, vor allem im Kopfbereich. Bakterielle Sekundärinfektionen verkomplizieren den Krankheitsverlauf. Die betroffenen Kaninchen bekommen zunehmend Schluck- und Atembeschwerden und ungeimpfte Tiere sterben meist innerhalb von 8 bis 14 Tagen nach Auftreten erster Krankheitssymptome. Die ansteckende Kaninchenseuche, auch RHD genannt, äußert sich durch Atemnot, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit sowie Blutungen aus Nase und Maul. Erkrankte Tiere versterben meist innerhalb weniger Stunden bis Tage. Die Heilungschancen sind wie im Falle der Myxomatose sehr gering, weshalb eine Impfung dringend zu empfehlen ist!

Aktuell gibt es eine neue Variante des RHD-Virus, gegen die der bisher verwendete Impfstoff Nobivac Myxo-RHD keinen Schutz bietet. Wir haben uns daher mit dem Impfstoff FilaVac eingedeckt und können Ihrem Kaninchen auch gegen die neue Virusvariante Schutz bieten.

 

Wir beraten Sie gerne über die Impfung Ihres Kaninchens!